Interview mit Mahmoud Atiq zur Jüdischen Stimme

Die Jüdische Stimme klagt gegen Verfassungsschutz und Innenministerium –
Verhandlung war am Montag den 27. April 2026 vor dem Verwaltungsgericht in Berlin

Interview mit Mahmoud Atiq, Pressesprecher von Palästina muss leben zur
Jüdischen Stimme.

Frage: Der Verfassungsschutz erklärt die Jüdische Stimme als „gesichert
extremistisch“. Diese Einstufung hat massive Folgen, zB Überwachung durch den
Geheimdienst, Gefährdung der Einbürgerung oder des Arbeitsplatzes im Öffentlichen
Dienst. Das Verwaltungsgericht Berlin wird am Montag den 27.4.26 über eine Klage
der Jüdische Stimme gegen die Einstufung durch den Verfassungsschutz und das
Bundesinnenministerium verhandeln. Als Pressesprecher von Palästina muss leben –
wie stehst Du zu dieser Klage?

Die Klage der Jüdischen Stimme ist ein wichtiger Schritt. Es muß möglich sein, die
staatliche Einstufung kritisch zu überprüfen. Gerade weil es sich um eine jüdische
Organisation handelt.


Frage: Ist die Jüdische Stimme für dich eine „extremistische Organisation“?

Nein, das ist keine extremistische Gruppe. Sie setzt sich nur für die Menschenrechte
ein. Netanjahu will das palästinensische Volk auslöschen. Die ganze Welt sieht es,
daß in Palästina 70 000 Menschen getötet wurden. Millionen Juden in der ganzen
Welt kritisieren das.

Die Menschen sollen den Unterschied zwischen Juden und Zionisten wissen. Vor
1948 gab es auch Juden in Palästina, wir haben friedlich zusammen gelebt. Das hat
mir auch mein Opa berichtet. In Damaskus gab es eine Straße, in der nur Juden gelebt
haben. Wir als Moslems glauben an das Judentum. Wir sind selbst Semiten.

Es ist aber eine große Sünde, Krankenhäuser zu bombardieren. Die Bundesregierung
folgt der radikalen zionistischen Regierung Netanjahu blind.
Darum hat die Jüdische Stimme eine richtige Entscheidung getroffen, und ich
wünsche dabei vollen Erfolg.

Vielen Dank für das Interview!

Mahmoud Atiq, Tel. 0179 – 4274906 mahmoudatiq99@gmail.com
palaestina-muss-leben@protonmail.com